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Schloss

Das Oldenburger Schloss ist Sitz des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte und Wahrzeichen der Stadt. Als ehemalige Residenz der Großherzöge von Oldenburg hat es eine lange Geschichte. Die mittelalterliche Burganlage wurde im Renaissancestil zur repräsentativen Residenz erweitert. Später wurde die Fassade mit Rokokoelementen ausgestattet und das Ensemble durch klassizistische Anbauten ergänzt. Die vormals privaten Großherzoglichen Sammlungen bilden einen wesentlichen Grundstock für das heutige Museum.

Die Prunkräume sind Glanzpunkte eines jeden Besuchs. Sie dokumentieren das Innendekor des Schlosses als Sitz der Oldenburger Großherzöge, deren Residenzgeschichte mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende ging. Historisches Mobiliar sowie Werke der Künstler Anselm Feuerbach, Franz von Stuck oder Wolfgang Heimbach verdeutlichen das Selbstverständnis der Großherzöge als Kunstsammler und Mäzene und die Bedeutung ihrer Sammlungen.

Ein Highlight ist auch der berühmte Oldenburger Idyllenzyklus des Hofmalers und ersten Galerieinspektors Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829). Wegen seiner Freundschaft zum Dichter wird er auch "Goethe-Tischbein" genannt. Der Idyllenzyklus ist mit über 40 Gemälden vollständig erhalten. Im Auftrag Herzog Peter Friedrich Ludwigs (1755-1829) stattete Tischbein auch das Homer-Zimmer mit einem klassizistischen Bildprogramm aus.

Rund 800 kulturgeschichtliche Exponate zeigen die Vielfalt und Besonderheit des Oldenburger Landes im Verlauf der Jahrhunderte, ausgehend vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Eingebunden in die Kunstgewerbesammlung im ersten Obergeschoss sind die Bestände des ehemaligen Kunstgewerbemuseums. Mittelalterliche Handschriften und Elfenbeinschnitzereien, Jugendstilensembles und Bauhausdesign bilden Glanzpunkte der Sammlung.

Mit großen Sonderausstellungen im ehemaligen Bibliotheksflügel des Schlosses sowie in der Dachgalerie wird das Landesmuseum regelmäßig zum Ausstellungshaus für bedeutende Künstlerinnen und Künstler und ihre Werke. Aber auch regionale und kulturhistorische Schwerpunkte haben ihren Platz im Ausstellungsbetrieb. Für Kunstinteressierte und kreative Köpfe gibt es ein umfangreiches Führungs- und Veranstaltungsprogramm.

Ein Audioguide in deutscher Sprache ist an der Museumskasse erhältlich.

Oldenburger Schloss 2012

Oldenburger Schloss

Öffentliche Führungen im Schloss finden jeden 1. Sonntag im Monat statt.

Zeit: 15-16 Uhr
Treffpunkt: Foyer im Schloss
Preis: Eintritt zzgl. 3€

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