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Willy Ronis

La vie enpassant

19. Juni bis 4. September 2005

Willy Ronis, 1910 in Paris geboren, zählt zu den großen Meistern der französischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. In 1950er Jahren gehörte er zu der bekannten Pariser Gruppierung von Dokumentarfotografen um Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau.

Ronis war der erste französische Fotograf, der für das LIFE Magazine arbeitete. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Publikationen in Regards, l'Illustration u. a.. Edward Steichen stellte ihn 1953 in der Ausstellung Five French Photographers im Museum of Modern Art in New York aus und nahm ihn auch in die legendäre Ausstellung The Family of Man 1955 auf, die von New York aus um die Welt ging.

Neben Ronis' fotojournalistischer Tätigkeit entstanden schon bald freie Arbeiten im Sinne einer "Photographie humaniste". Neben Doisneau, Boubat und Izis ist er der bekannteste Vertreter dieser Richtung, die in einfühlsamen Bildern menschliche Beziehungen und Alltagsszenen festhielt. Doch Ronis' Fotografien bewegen sich jenseits einengender Kategorisierungen. Sein bevorzugtes Thema fand er an Orten, mit denen ihn eine persönliche Faszination verbindet - die Stadt Paris und die Provence, wo er lange lebte. Vor allem die Stadt wird für ihn zu einer Bühne menschlichen Lebens in all seinen Facetten, deren momentane Zufälligkeit er spontan erfasst.

Ronis erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise, u.a. die Goldmedaille der Biennale in Venedig, 1957, den Grand prix des Arts et Lettres, 1979, den Prix Nadar, 1981, und die Ernennung zum Commandeur de l'Ordre National du Mérite, 2001.

Begleitend zur Ausstellung liegt ein Katalog (Prestel Verlag) vor, der die erste umfassende Publikation in deutscher Sprache ist.

Chez Maxe

Willy Ronis, "Chez Max", Nogent 1947, Photo Willy Ronis © Rapho

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